Dividenden aus dem Ausland, Quellensteuern und die verlorenen 3%: Ein weitverbreiteter Irrglaube

Die Suche nach Möglichkeiten zur Maximierung von Renditen und zur Reduzierung von Steuerbelastungen ist ein wichtiger Aspekt der Vermögensverwaltung. Ein häufiger Irrglaube, der von Vermögensverwaltern und Anlegern gleichermassen verbreitet wird, betrifft die sogenannten "verlorenen 3%" in Bezug auf ausländische Dividenden und die Quellensteuern. In diesem Artikel werden wir diesen Mythos entlarven und erklären, warum es wichtig ist, den Kontext und die tatsächlichen Auswirkungen zu verstehen.

Was sind die "verlorenen 3%"? 🤔

Die "verlorenen 3%" sind ein Begriff, der oft verwendet wird, um die Quellensteuern auf ausländische Dividenden zu beschreiben. Die Idee dahinter ist, dass Anleger bei der Besteuerung ausländischer Dividenden 3% ihres Ertrags "verlieren", da diese Beträge oft von den ausländischen Steuerbehörden einbehalten werden. Dieser Gedanke kann zu dem falschen Eindruck führen, dass ausländische Dividenden weniger attraktiv sind und zu niedrigeren Gesamterträgen führen.

Die Realität der Quellensteuern ⏰💡

Tatsächlich sind die Quellensteuern auf ausländische Dividenden in vielen Ländern eine gängige Praxis. Wenn ein ausländisches Unternehmen Dividenden an ausländische Aktionäre ausschüttet, kann das Land, in dem das Unternehmen ansässig ist, eine Quellensteuer auf diese Dividenden erheben. Die Höhe dieser Steuer kann variieren, abhängig von bilateralen Steuerabkommen zwischen Ländern.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Quellensteuern in den meisten Fällen nicht "verloren" sind. Viele Länder, darunter auch die meisten westlichen Volkswirtschaften, haben Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung (DBA) abgeschlossen. Diese Abkommen ermöglichen es Anlegern, die im Ausland gezahlten Quellensteuern in ihrem Heimatland als Steuerguthaben geltend zu machen. Dadurch wird die tatsächliche Steuerbelastung reduziert und verhindert, dass Anleger doppelt besteuert werden.

Die Bedeutung des Kontexts 📢

Der Mythos der "verlorenen 3%" berücksichtigt oft nicht den Gesamtkontext der Anlagen. Während es stimmt, dass ausländische Dividenden Quellensteuern unterliegen können, muss man berücksichtigen, dass:

📌Renditepotenzial: Ausländische Aktien können dennoch ein attraktives Renditepotenzial bieten. Die Dividendenrendite und das Kurswachstum ausländischer Unternehmen können die Auswirkungen der Quellensteuern ausgleichen.

📌Diversifikation: Eine breite Diversifikation über verschiedene Länder und Regionen kann das Risiko mindern und die Gesamtrendite einer Anlagestrategie verbessern.

📌Steuerabkommen: Wie bereits erwähnt, ermöglichen viele Länder Steuerguthaben für gezahlte Quellensteuern, was die tatsächliche Steuerbelastung reduziert.

📌Individuelle Steuersituation: Die steuerliche Situation eines Anlegers hängt von vielen Faktoren ab, einschließlich des Wohnsitzlandes und der persönlichen Einkommenssituation. Daher können die Auswirkungen von Quellensteuern von Person zu Person unterschiedlich sein.

Die Vorstellung von den "verlorenen 3%" in Bezug auf ausländische Dividenden und Quellensteuern ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Während Quellensteuern auf ausländische Dividenden tatsächlich existieren, sind sie oft nicht verloren, sondern können als Steuerguthaben geltend gemacht werden. Die Entscheidung, in ausländische Dividenden zu investieren, sollte auf einer umfassenden Analyse der potenziellen Renditen, der Diversifikation und der individuellen steuerlichen Situation basieren.

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